Streetdance


bild links Genau genommen ist der Begriff Streetdance ein echter Bastard. Wie kaum ein anderes viel beschworenes Tanzgenre entzieht er sich nahezu jeglicher Klassifizierung. Jeder kann letztlich damit machen, was er will. Street, das heisst eigentlich als kleinster gemeinsamer Nenner nur, dass diese Tanzart von ihren ursprünglichen Protagonisten auf der Strasse entwickelt wurde und nicht auf den Bühnen oder in den Studios der Hochkultur entstand. Verfolgt man jedoch Tanzstile wie Tango oder Ballett auf ihre historischen Entstehungsweisen, findet man sogar bei diesen Spuren von einem Ursprung auf der Strasse.

Eine Ursprungslinie hat der Streetdance dabei zweifellos in der Black Music der Sechziger und Siebziger Jahre, eine zweite im HipHop (als aktualisierte Black Music-Form der Achtziger Jahre) und dem Breakdance.

In der TANZ- und THEATERWERKSTATT unterrichtet mit Damaso Mendez-Leroy ein ausgewiesener HipHop-Spezialist die Streetdance-Klasse. Damaso interpretiert Streetdance auf eine absolut offene, unbedingt lebendige und in jeder Hinsicht undogmatische Weise. Im Zentrum stehen dabei HipHop-Tanzformen, die Damaso mit jenen Bewegungsformen kombiniert, mit denen deren authentische Akteure seit über 40 Jahren zur Black Music des Soul und Funk getanzt haben. Electric Boogaloo, heute auch als Popping geläufig, jedoch ursprünglich im Funk geprägt, später in der HipHop-Kultur aufgegriffen, ist dabei das zentrale Stichwort. Die mechanisch und maschinell wirkenden Bewegungen der Tänzer werden dabei ähnlich einem Roboter ausgeführt, am extremsten sicher im so genannten Robot Dance. Hinzu kommt ausserdem die Tanzform Locking, vordergründig ein wild wirkendes Gestikulieren, das dem Imitieren der Bewegungen von Marionetten- oder Comicfiguren ähnelt.

bild links Anders als beim Breakdance spielen im Streetdance die akrobatischen Elemente eine geringere Rolle. Aufgewertet ist dagegen jedoch eindeutig das tänzerische Moment: Komplexe Gruppen-Choreografien und ausgetüftelte Schritt- und Bewegungskombinationen machen einen Grossteil des Unterrichts aus. Endresultat ist schliesslich ein extrem ausgewogenes Tanztraining, in dem die Aspekte Rhythmik, Räumlichkeitsempfinden und Körpergefühl im Vordergrund stehen.


Freitags, 18:00 Uhr (Anfänger, ab 14 Jahren/Erwachsene)
Unterricht bei: Damaso Mendez-Leroy