Grundlagen der Tanztherapie

Unter Tanztherapie verstehen wir die psychotherapeutische Verwendung von Tanz und Bewegung zur Integration von körperlichen, emotionalen und kognitiven Vorgängen. Die gezielte Verbindung von Körper, Gefühl und Verstand bildet den ganzheitlichen Ansatz in der Tanztherapie. Für die tanztherapeutische Tätigkeit ist es ganz wesentlich, speziell auf dem Gebiet des Tanzes und der Bewegung zu arbeiten, und darin erkennend, anleitend und verantwortlich mit Menschen umzugehen, gegebenenfalls auch mit ihren Störungen.

Voraussetzung dafür ist, den Tanz zunächst selbst zu erfahren, was bei einer tanztherapeutischen Ausrichtung heißt, die Gesetze der Bewegung und ihrer befreienden und heilenden Wirkung zu kennen.

Fortbildungsziele

Die tanztherapeutische Fortbildung soll einen wesentlichen Anstoß zu tanztherapeutischer Praxis darstellen. Inhaltlich werden im Laufe von zwei Jahren die wesentlichen Ansätze der Tanztherapie, sowie die wichtigsten Elemente des Tanzes vorgestellt. Die TeilnehmerInnen sollen durch praktische Selbsterfahrung und die Vermittlung theoretischen Therapiebezugs eigene therapeutische Fähigkeiten entdecken und entwickeln.

Die Fortbildung befähigt dazu, tanztherapeutische Elemente in die eigene Arbeit einfließen zu lassen. Mit Erhalt des Fortbildungs-Zertifikats ist das Grundstudium zur Ausbildung als TanztherapeutIn abgeschlossen. (Der Titel darf jedoch erst nach der Aufbaustufe, der 3-jährigen Weiterbildung zum/zur TanztherapeutIn, verwendet werden.)
Der Schwerpunkt unserer Fortbildung liegt im Ausdruckstanz. Zwei weitere Kernpunkte sind:
--> der Zugang zum Atem als diagnostischer Schlüssel des Erkennens, sowie als therapeutischer Faktor des Veränderns im Hinblick auf die Schaffung von Körperstruktur
--> Authentic Movement als Erweiterung der Jungschen Methode der Aktiven Imagination auf der Bewegungsebene, bei der unbewußte Inhalte durch Bewegung "aktiv" verkörpert und sichtbar werden

Wichtig ist uns ein verantwortlicher Umgang mit dem Kreativen, die Weitergabe und Vermittlung von Körpersprache und das persönliche Mit-Teilen und Einbringen der TeilnehmerInnen.